Wacholdernaturschutzgebiet Lampertstal

In der Kalkeifel im Deutsch-Belgischen Naturpark gibt es überregional bedeutende Vorkommen des Wacholders, vor allem in dem mit rund 1.000 ha landesweit gerausragenden Wacholdernaturschutz-gebiet Lampertstal (bei Blankenheim-Alendorf) mit seinen weiten und üppig bewachsenen Wacholderhängen und großflächigen Kalkmagerrasen.

In diesem Gebiet haben sich auf den Kalkböden durch jahrhundertelange extensive Beweidung wertvolle Lebensräume mit spezialisierten Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Vom Frühjahr bis zum Herbst blühen hier Kuhschellen, Orchideen, Enziane, Herbstzeitlose und weitere zum Teil sehr seltene Pflanzenarten. Schon von Ferne bestimmen aber die Wacholdersträucher das Bild.

Da der Wacholder auf den Kalkhängen vom Weidevieh nicht verbissen wird, hat er sich als einzige Baumart auf diesen Flächen erhalten. Die Schafbeweidung wird seit 1987 als Naturschutzmassnahme zur Erhaltung der offenen Hänge durchgeführt. Für den Wacholder ist diese Bewirtschaftung der Standorte lebenswichtig, ansonsten würde er von anderen Baumarten verdrängt werden. Daher ziehen wieder Wanderschäfer mit Herden genügsamer Landschaftsrassen über die Kalkhänge im Lampertstal.